Die Museumsstiftung „Forte di Bard“ mit Sitz in der gleichnamigen Alpenfestung in der norditalienischen Region Aostatal zeigt in diesem Jahr gleich sechs große Ausstellungen von Rang, darunter weltweit renommierte Werke wie die Fotos des Wildlife Photographer of the Year, Bergmotive von Magnum-Fotografen, und sie beherbergt nicht zuletzt den weltweit angesehenen Preis für Fotojournalismus, World Press Photo.

Vielleicht denkt man beim Namen Aostatal zuerst an die vier Viertausender und an das Skivergnügen, für die diese kleine norditalienische Bergregion steht oder auch an Gaumenfreuden wie die Käse Fontina DOP oder Fromadzo DOP, oder ausgezeichnete Speck- und Schinkenspezialitäten. Das Aostatal hat mit der imposanten Festung Forte di Bard jedoch auch ein bedeutendes Kultur- und Ausstellungszentrum zu bieten. Die von Napoleon geschleifte und ab 1830 restaurierte Festungsanlage beherbergt heute zum einen das Alpenmuseum, das für große und kleine Besucher das Zusammenspiel von Mensch, Natur, Geografie und Wetters in der faszinierenden Bergwelt erlebbar macht.

Auch die wechselnden Ausstellungen im Forte di Bard sind von Weltrang. Noch bis zum 10. November sind Arbeiten des Turiner Fotografen Gianfranco Roselli zu sehen. Ebenfalls bis zum 10. November werden restaurierte Preziosen des 13. Jh. bis 16. Jh. aus Kirchen, die bei dem großen Erdbeben vor 10 Jahren in Aquila beschädigt wurden, hier ausgestellt. Große Arbeiten der Fotografie werden in der zweiten Jahreshälfte zu sehen sein. Vom 12. Juli bis zum 10. November sind in der Ausstellung Mountains by Magnum Photographers großartige Fotos der weltberühmten Agentur zu bestaunen. Und vom 6. Dezember bis zum 6. Januar ist die renommierte Auszeichnung World Press Photo zu Gast im Forte di Bard. Dabei ist auch das mittelalterliche Städtchen Bard, über dem die Festung thront, einen Besuch wert. Der malerische Ort liegt am engen Eingang zum Champorcher-Tal und war somit immer das Tor zur Region. Enge, romantische Gassen prägen das Bild. Wer hier hindurchschlendert, kann die Atmosphäre des Lebens in einer längst vergangenen Epoche atmen. Weitere Informationen unter www.lovevda.it.